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| Last Update: 12.01.2010 | © 2001-2010, Michael Stannek |
Erste Pläne für das World Trade Center entstanden 1960, der Baubeginn war 1966. Der ausführende Architekt der beiden Türme war Minoru Yamasaki.
Die zum Bau der Zwillingstürme ausgehobene Erde wurde für eine Aufschüttung im Hudson-River verwendet. Dort wurde das anliegende World Financial Center errichtet.
Das World Trade Center wurde Ende 1973 eröffnet und hat damals das Empire State Building als höchstes Gebäude der Welt abgelöst. Mit einer Höhe von 417 bzw. 415 m waren sie bis zum Attentat am 11. September 2001 die grössten Bauwerke in New York.
180.000 Tonnen Stahl wurden verarbeitet. Die Fundamente reichten bis zu 21 m in den Schieferboden.
50.000 Arbeitsplätze boten die zwei Türme. 80.000 Besucher täglich(!) kamen, um die Aussicht auf der Terasse des South Towers (Turm 2) zu geniessen. In jedem
Turm standen 104 Aufzüge zur Verfügung. Spezielle Aufzüge brachten Besucher in 58 Sekunden in den 107. Stock zur Aussichtsterrasse.
43.600 Fenster und keines liess sich öffnen. Spezielle Maschinen, die über in den Fensterrahmen integrierten Schienen, an Stahlseilen auf- und abliefen, reinigten mit Waschdüsen und Bürsten automatisch (fast) jedes Fenster. Diese beiden Maschinen, für jeden Turm eine, wurden speziell für das World Trade Center entwickelt und waren übrigens "Made in Germany". Zwei Personen bedienten diese Maschine. Pro Stunde schafften sie damit etwa 200 Fenster. Die Maschinen selbst waren auf Schienen auf dem Dach fahrbar. Somit konnte fast die ganze Front bearbeitet werden. Aber nur fast, denn die Fenster in den obersten Stockwerken mussten "von Hand" gereinigt werden. Dort waren die Fenster breiter und der Bürstenwagen konnte diese Stellen nicht reinigen. Einer der Fensterputzer fuhr in einem Käfig an der Aussenwand abwärts und putzte, ganz konventionell mit Schwamm und Abzieher, die Fenster.
Zwei Monate dauerte es, bis alle Fenster des World Trade Centers sauber waren, ein Monat pro Turm. Dann fing alles von vorne an...
1993 wurde das World Trade Center von einem Attentat heimgesucht. Die im Gebäude anwesenden Personen (ca. 20.000 !) schwebten kurzzeitig in Lebensgefahr. Terroristen zündeten im Parkhaus eine Bombe. Seitdem wurden alle Besucher peinlichst genau untersucht.
Einen wunderbaren Blick auf die Türme hatte man von der Brooklyn Bridge aus:
Das World Trade Center bot den Besuchern neben seinen Rekorden auch eine 20.000 Quadratmeter grosse Plaza zum Verweilen und Staunen.
Anschliessend an das World Trade Center befand sich das World Financial Center mit seinen vier grösseren Gebäuden (Architekt: Cesare Pelli) in denen sich auch viele Läden und Restaurants befinden. Sehenswert davon war (und ist) der "Wintergarten". Ca. 15 m hohe echte Palmen wurden dafür extra aus Arizona verpflanzt.
Von hier aus sind es nur ein paar Schritte zum Battery Park. Entstanden ist der Bereich durch den Aushub des World Trade Centers, der in den Hudson River geschüttet wurde.
Direkt am Ufer des Hudson Rivers führt hier die Esplanade, ein Spazierweg ohne Autos, direkt am Ufer entlang.
Wenn man hier aufmerksam spazieren geht, findet man kleine und skurile "Kunstwerke", die das Finanzzentrum ein wenig auf's Korn nehmen...
Am 11. September 2001 um ca. 9:00 Uhr N.Y.-Zeit wurden die Zwillingstürme durch ein schreckliches Attentat zerstört.
Zwei Passagierflugzeuge stiessen in die Türme, die später komplett eingestürzt sind. Ein drittes Gebäude (No. 7) des Komplexes ist Stunden später ebenfalls
kollabiert. Viele weitere umliegende Gebäude wurden ebenfalls zerstört.
Durch dieses Attentat sind tausende Menschen umgekommen.
Ein Jahr nach dem Anschlag war Ground Zero (so nannte man das Gebiet) vollständig von Schutt geräumt. Der letzte Stahlträger wurde im Rahmen einer Feierlichkeit mit einem Sattelschlepper von der Unglücksstelle gefahren.
Hunderte Polizisten, Feuerwehrmänner und natürlich die Angehörigen der Opfer schlossen ein trauriges Kapitel in der Geschichte.
Zur Zeit gilt das Gelände offiziell wieder als Baustelle und Pläne für eine Neubebauung gibt es bereits.

Entlang den Strassen am Ground Zero fanden sich unzählige Blumensträusse, T-Shirts, Briefe, Fotos, offizielle Vermisstenlisten und Flaggen und noch vieles mehr.
Leider gab es hier viele Strassenhändler, die mit dem Leid der Menschen harte Dollars verdienen wollten...

Der Wintergarten wurde übrigens wieder hergestellt und ist seit Herbst 2002 für die Bevölkerung wieder geöffnet.

Mittlerweile ist auch am Ground Zero wieder die Normalität eingekehrt. Der Bau des neuen Freedom Towers hat nach einiger Verzögerung begonnen.
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© Michael Stannek, 2001-2010