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Last Update: 12.01.2010 © 2001-2010, Michael Stannek

Grand Central Terminal

Mehr als 500.000 Menschen passieren täglich den Grand Central Terminal. Meistens sind es Pendler aus dem Umland. Die Eröffnung des Grand Central Terminals war 1913. Der Bahnhof setzte zur damaligen Zeit neue Maßstäbe und verband New York mit dem Rest der Welt. Zumindest in der ersten Hälfte des 20. Jahunderts, bis Flugzeuge als schnelleres Verkehrsmittel die Züge ablösten.

Grand Central Terminal © Chrissan Römer Grand Central Terminal Haupthalle © Michael Stannek

Noch heute kommen zur Rush Hour alle zwei Minuten sechs neue Züge, verteilt auf zwei Ebenen im Terminal an.

Der Bahnhof ist ca. 40m hoch. An seiner Decke befindet sich der Sternenhimmel mit den Tierkreiszeichen. Allerdings ist der Himmel spiegelverkehrt abgebildet. Die Künstler erklärten kurzerhand: Der Himmel ist so gemalt, wie Gott ihn von oben sieht.

Grand Central Terminal © Michael Stannek Grand Central Terminal Haupthalle © Michael Stannek

Die Sterne wurden abgebildet durch 60 Glühbirnen. Da die Decke sehr dünn ist und das Wechseln der Birnen äußerst gefährlich war, wurden die Birnen durch Fiberglasleitungen ersetzt.

Die Decke im Grand Central Terminal © Chrissan Römer Die Decke im Grand Central Terminal © Chrissan Römer

Im Zentralbereich ist wohl die Messinguhr einer der berühmtesten Treffpunkte der Welt.

Die berühmte Uhr © Chrissan Römer

Die Hauptuhr aus florentinischem Glas an der Aussenseite zur 42nd Street ist eine der größten Uhren der Welt. Übrigens ist das Glas der Ziffer VI ein Fenster und kann geöffnet werden. Allerdings ist der Zugang nicht für die Öffentlichkeit freigegeben.

Die Uhr an der Fassade © Chrissan Römer

Die riesigen Fensterfronten an den beiden Stirnseiten des Bahnhofs sind (über Glasböden) begehbar. Vor einigen Jahren konnte man, wenn man den Weg dorthin fand, durch diese Fenster einen tollen Ausblick ins Innere der Halle geniessen.
Heute dürfen aus sicherheitsgründen nur noch Angestellte des Grand Central Terminals diese Wege benutzen.

Die Fensterfront © Chrissan Römer

Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre wäre der Grand Central beinahe abgerissen worden. Der Bahnhof war "raumverschwendend und unrentabel". Ein neues Bürohochhaus war geplant. Als dies bekannt wurde kam es zum Protest der New Yorker. Sie forderten den Grand Central Terminal unter Denkmalschutz zu stellen.
Nach einem zehn Jahre dauernden Gerichtsstreit entschied das Gericht, das der Bahnhof ein "kultureller Meilenstein und ein Fixpunkt der nationalen Identität" und deshalb nicht abzureissen sei.
Der damalige Bürgermeister von New York, Ed Koch, erklärt den Grand Central zu einer vom aussterben bedrohten Art.

Grand Central Terminal © Michael Stannek

In den 80er Jahren war der Bahnhof ein dunkler und auch ziemlich gefährlicher Ort. Viele Obdachlose und Bettler fanden in den kilometerlangen Schächten und Versorgungstunnel über Jahre einen Unterschlupf.

Lee Stringer, damals drogenabhängig und obdachlos, fand in diesem Labyrinth einen Bleistift, eigentlich ein Utensil für die Crackpfeifen, und fing an über seinen an AIDS erkrankten Freund zu schreiben.
Einen Monat später wurde diese Geschichte in der New Yorker Obdachlosenzeitung "Street News" veröffentlicht.
Lee Stringer wurde schließlich Redakteur und hat ein Buch mit dem Titel "Grand Central Winter: Stories from the Street." geschrieben.

Grand Central Terminal: Renovierungsarbeiten © Michael Stannek

Ende der 90er Jahre wurde der Grand Central für ungefähr 200 Millionen Dollar renoviert. Die Decke wurde von Russ gereinigt. Die Halle wurde aufwändig renoviert. Ladengeschäfte wurden eingerichtet. In der Halle und im Dining Concourse finden sich Restaurants.
Das bekannteste ist die "Oyster Bar", ein gutes Fischrestaurant im Untergeschoss.

Grand Central Terminal © Chrissan Römer Grand Central Terminal © Chrissan Römer

Der Bahnhof wurde schon sehr oft als Filmkulisse benutzt. Unter anderem drehte hier Alfred Hitchcock. Auch die Tanzszene in König der Fischer wurde in der Halle des Grand Central gedreht.

Noch was zum Schmunzeln: Die Decke in der Haupthalle hat ein kleines Loch. 1959 war in einer Ausstellung im Grand Central eine Mercury Rakete gezeigt worden. Sie war ein paar Zentimeter zu groß...


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© Michael Stannek, 2001-2010